Alpen­über­que­rung mit Hund – unser Erfahrungsbericht

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Zwei Freun­din­nen beschlie­ßen im Früh­ling 2025, die Alpen gemein­sam mit ihrem Aus­sie Emmi zu über­que­ren. Auf Insta­gram durf­ten wir bereits in ihren Sto­ries dabei sein – jetzt tei­len sie ihre Erfah­run­gen aus­führ­lich mit uns.

Alpen­über­que­rung mit Hund – unser Erfahrungsbericht

Eine Alpen­über­que­rung klingt ziem­lich cool – das haben wir (2 Freun­din­nen + Aus­sie Emmi) uns zumin­dest gedacht, als wir im Früh­ling 2025 unse­re Tour gebucht haben. Moti­viert wie immer ent­schie­den wir uns direkt für die unge­führ­te Vari­an­te ohne Gepäck­trans­fer. Ob wir die­se Ent­schei­dung spä­ter wohl bereu­en würden…?

Wir sind zwar regel­mä­ßig in den Ber­gen unter­wegs, aber vor unse­rer ers­ten Mehr­ta­ges­tour mit Hund waren wir trotz guter Vor­be­rei­tung ziem­lich nervös:

  • Wie wird das Wan­dern mit schwe­rem Rucksack?
  • Schaf­fen wir die vie­len (Höhen-) Meter?
  • Hal­ten Rücken und Füße das durch?
  • Haben wir an alles gedacht?
  • Und vor allem: Wie packt Emmi die Tour?


Mit Hund hat man ein­fach deut­lich mehr Gepäck. Beson­ders das Fut­ter für acht Tage sum­miert sich schnell. Wir haben Emmis Aus­rüs­tung auf bei­de Ruck­sä­cke ver­teilt und unser eige­nes Gepäck so mini­ma­lis­tisch wie mög­lich gehal­ten. Am Ende tru­gen wir bei­de etwa 10 kg – Emmi natür­lich kei­nen Rucksack. 

@emmi_the_aussie_

Tag 1 – Ankom­men & Einlaufen 

Die ers­te Etap­pe star­tet ange­nehm ent­spannt: Wir arbei­ten noch bis Mit­tag und machen uns dann auf den Weg nach Gmund am Tegern­see, wo unser Aben­teu­er beginnt. Der Tegern­seer Höhen­weg begrüßt uns gleich mit wun­der­schö­nen Aus­bli­cken – ein per­fek­ter Start! Das Wet­ter ist gran­di­os und wir sind alle drei motiviert!

In Tegern­see holen wir uns den ers­ten Stem­pel und ein wohl­ver­dien­tes Eis (Emmi bekommt natür­lich auch einen Snack 🦴), bevor wir mit der letz­ten Fäh­re den See über­que­ren. Unser Tag endet am Hun­de­strand in Bad Wies­see, wo wir noch eine Run­de im Was­ser plant­schen, ehe wir in unse­re Unter­kunft ein­che­cken und die ers­ten Käse­spätz­le genießen.

Spoi­ler: Davon wer­den wir in den nächs­ten Tagen noch sehr vie­le essen!

Tag 2 – Hit­ze, Höhen­me­ter und Kaiserschmarrn 

Heu­te steht die ers­te „rich­ti­ge“ Etap­pe an – und die hat es gleich in sich: 30 Grad und knapp 900 Höhen­me­ter berg­auf. Zum Glück star­ten wir früh und kön­nen den größ­ten Teil der Höhen­me­ter vor der Mit­tags­hit­ze bewältigen.

Oben ange­kom­men gön­nen wir uns Kai­ser­schmarrn, Emmi bekommt natür­lich auch wie­der ihren Snack — und dann geht’s an den lan­gen Abstieg von 800 Metern. Der zieht sich und wir sind froh, als wir es end­lich geschafft haben. Das High­light des Tages: In der Unter­kunft kön­nen wir sogar noch in den Pool sprin­gen, wäh­rend Emmi im Zim­mer entspannt. 

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Tag 3 – Schma­ler Steig am Achensee 

Die heu­ti­ge Etap­pe führt am West­ufer des Achen­sees ent­lang; traum­haft, aber anspruchs­voll. Die Hit­ze beglei­tet uns wei­ter­hin, also pla­nen wir vie­le Trink­pau­sen und einen Bade­stopp ein.

Der Steig am See ist schmal, teils aus­ge­setzt und erfor­dert Tritt­si­cher­heit. Für Emmi aber zum Glück kein Pro­blem. Alter­na­tiv hät­ten wir auch Abschnit­te mit dem Boot abkür­zen kön­nen. Je spä­ter es wird, des­to mehr Leu­te kom­men uns ent­ge­gen und wir müs­sen immer wie­der war­ten und den Gegen­ver­kehr vor­bei­las­sen. Bevor es zu ner­vig wird, haben wir das Stück aber auch schon geschafft und beloh­nen uns mit einem Bade­stopp im See.

Die letz­te Stre­cke fah­ren wir mit einem sehr vol­len Bus – wit­zi­ger­wei­se hat Emmi dar­in ver­mut­lich den meis­ten Platz. 

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Tag 4 – Fan­club, Berg­bahn & ein mul­mi­ger Moment 

Heu­te star­ten wir dank Über­nach­tung im Tal mit der Berg­bahn. Wir sind die ers­ten in der Gon­del und oben ist es noch ange­nehm kühl. Mitt­ler­wei­le ken­nen wir eini­ge der ande­ren Wan­de­rer – und Emmi hat tat­säch­lich schon einen klei­nen Fanclub.

Oben erwar­tet uns eine wun­der­schö­ne, aber sehr son­ni­ge Etap­pe. Die Hit­ze macht Emmi sicht­bar zu schaf­fen, also legen wir vie­le Pau­sen ein und kom­men lang­sa­mer vor­an als geplant.

Dann pas­siert der gru­se­ligs­te Moment der gan­zen Tour: Eine Grup­pe jun­ger Stie­re blo­ckiert den Weg und reagiert unent­spannt auf Emmi. Die Tie­re star­ren uns an, kom­men bedroh­lich näher. Wir wei­chen weit­räu­mig aus – quer­feld­ein und unter einem Wei­de­zaun hin­durch. Zum Glück geht alles gut, aber unser Puls bleibt erst­mal oben.

Tag 5 – Sidan­joch & Bergpanoramen 

Heu­te geht’s über das Sidan­joch. Obwohl wir schon bei Tag 5 sind, fas­zi­niert uns die land­schaft­li­che Abwechs­lung immer noch. Jede Etap­pe bie­tet etwas völ­lig ande­res – und jede lohnt sich.

Wir haben uns gut ans täg­li­che Wan­dern gewöhnt und sind erleich­tert, dass alles so gut klappt. Unse­re Ruck­sä­cke wer­den täg­lich leich­ter, da Emmis Fut­ter abnimmt. Regen­sa­chen? Haben wir bis­her noch kein ein­zi­ges Mal gebraucht.

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Tag 6 – Mur­mel­tie­re, Berg­seen und der Sprung nach Italien 

Die vor­letz­te Etap­pe beginnt male­risch am Schle­geis­spei­cher­see. Danach fol­gen wir dem Zam­ser Bach berg­auf. Emmi ist im Him­mel: über­all Was­ser und ange­neh­me 18 Grad.

Wäh­rend einer Kai­ser­schmarrn-Pau­se beob­ach­ten uns Mur­mel­tie­re – Emmi bemerkt sie nicht ein­mal und wid­met sich lie­ber ihrem Ochsenziemer.

Kurz dar­auf errei­chen wir das Pfit­scher­joch – und plötz­lich sind wir in Ita­li­en! Der Moment fühlt sich völ­lig sur­re­al an.

Nach einem kur­zen Bad im Berg­see geht es berg­ab ins Tal. Der Abstieg zieht sich dann etwas und Emmis Kon­zen­tra­ti­on und Lei­nen­füh­rig­keit las­sen merk­bar nach. Wir sind über­glück­lich, als wir dann end­lich das Hotel errei­chen und unse­re lang­ersehn­ten Schlutz­krap­fen vor uns ste­hen haben.

Tag 7 – End­spurt nach Sterzing 

Unglaub­lich, es ist ein­fach schon der letz­te Tag unse­rer Alpen­über­que­rung! Die Stre­cke ist im Ver­gleich zu den vor­he­ri­gen Etap­pen eher ent­spannt. Wir wan­dern durch schat­ti­gen Wald und an rau­schen­den Bächen ent­lang. Ein Teil führt ent­lang der Stra­ße, wes­halb wir die­sen Abschnitt mit dem Bus über­sprin­gen. Die letz­ten Kilo­me­ter ins Ziel geht’s aber selbst­ver­ständ­lich wie­der zu Fuß!

In Ster­zing ange­kom­men, fällt eine Mischung aus Erschöp­fung und Freu­de über uns her. Wir fei­ern mit Piz­za und Ape­rol – und holen unse­re Urkun­den ab. Emmi bekommt sogar eine eigene!

Tag 8 – Rück­fahrt & Fazit 

Am nächs­ten Mor­gen bringt uns ein Rei­se­bus zurück zum Tegern­see. Ver­rückt, wie schnell das ging: in nur weni­gen Stun­den zurück über eine Stre­cke, für die wir sie­ben Tage gebraucht haben.

Unser Fazit: Wir sind über­rascht und unglaub­lich stolz, wie gut wir die Tour gemeis­tert haben. Natür­lich waren wir abends müde, hat­ten wun­de Füße und ein paar Bla­sen – aber ins­ge­samt lief alles viel bes­ser als erwartet.

Auch Emmi hat das groß­ar­tig gemacht. Auf lan­gen Etap­pen merk­te man zwi­schen­durch, dass ihre Kon­zen­tra­ti­on nach­ließ und sie k.o. war – völ­lig ver­ständ­lich. Wich­tig zu wis­sen: Wir haben fast täg­lich län­ger gebraucht als in den Etap­pen­be­schrei­bun­gen ange­ge­ben. Emmi woll­te schnüf­feln, sich wäl­zen, pau­sie­ren – und das völ­lig zu Recht.

Unse­re größ­te Her­aus­for­de­rung war die Hit­ze. Mit sehr hit­ze­emp­find­li­chen Hun­den wür­den wir die Tour wahr­schein­lich nicht im August machen.

Aber eines steht fest: Wir sind bereit für die nächs­te Mehr­ta­ges­tour 2026!

@emmi_the_aussie_

Unse­re Hun­de-Pack­lis­te für die Alpenüberquerung 

Wenn du noch mehr Ein­drü­cke unse­rer Alpen­über­que­rung sehen möch­test, schau gern auf unse­rem Insta­gram-Pro­fil vor­bei: @emmi_the_aussie_
Dort fin­dest du im Sto­ry-High­light „Alpen­über­que­rung 2025“ vie­le wei­te­re Fotos, Vide­os und klei­ne All­tags­mo­men­te von unse­rer Tour. Wir freu­en uns, wenn du uns auf unse­rem nächs­ten Aben­teu­er begleitest!

Dan­ke, für den wert­vol­len Bei­trag und dass ihr ihn mit uns und unse­ren Leser:innen teilt. Mar­kiert und folgt uns ger­ne @feuerundeistouristik

Eine Über­sicht unse­rer Wan­der­rei­sen mit Hund 2026 fin­det ihr hier:

Infor­ma­tio­nen und Regeln für Wan­der­rei­sen mit Hund bei Feu­er und Eis Touristik: